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Das ökologische Potential von Holz

Die Bedeutung der Holznutzung und der Holzverwendung im Spannungsfeld der Nachhaltigkeit unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten wurde bislang kaum berücksichtigt und im Rahmen der klimapolitischen Diskussion falsch bewertet.

Der Wald - Die Trumpfkarte für den Klimaschutz

Die Wälder der Erde sind für das Leben auf diesem Planeten von unersetzbarem Wert. Eng verzahnt mit seiner Umwelt wirkt der Wald auf das lokale, regionale und globale Klima. Die Verstärkung des Treibhauseffektes und die jüngsten weltweiten Aktivitäten zum Schutz des Weltklimas (z.B. Klimakonferenzen in Rio, Kyoto und Den Haag) haben die Bedeutung des Waldes einer breiten Öffentlichkeit vor Augen geführt. Unter diesen Aspekten muß immer wieder betont werden, daß nicht nur Wälder sondern auch Holz und Holzprodukte wesentliche Kohlenstoffspeicher sind (Bild 4), wobei die Wälder einschließlich der Waldböden 80 % des Kohlenstoffs beeinhalten (1 648 Gt) der von Landpflanzen insgesamt gespeichert ist (2 060 Gt). Damit sind die Wälder gegenüber dem Kohlenstoffspeicher "Ozeane" (38 000 Gt) zwar relativ klein, aber im Unterschied zu diesem durch die Art der Landnutzung und die Wirtschaftsweise relativ gut zu beeinflussen. Der Mensch und die Gesellschaft können die Größe dieses Biomasse- bzw. Kohlenstoffspeichers also mehr oder weniger gut steuern - im positiven wie im negativen Sinne.

Ziel muß es im Sinne des Klimaschutzes sein, den Kohlenstoffspeicher Atmosphäre von ca. 750 Gt zu entlasten und nicht weiter überproportional mit fossilen Treibhausgasen (in erster Linie CO2 ) zu vergrößern. Die Proportionen zwischen den drei wesentlichen Kohlenstoffspeichern sind in Bild 4 veranschaulicht. Die Ziffern in den Speichern bezeichnen die jährlichen Kohlenstoffflüsse, wobei deutlich wird, daß die Wälder das gleiche Flußpotential abdecken wie die Ozeane (+ 2 Gt / a) und die Atmosphäre sich jährlich um 3 Gt C anreichert. Um das Klima zu schützen, müssen also in erster Linie Wälder erhalten und genutzt wer­den.