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Lebensdauer | Werte sichern

Wer heute in Immobilien investiert, hat das Ziel, sein Kapital wert- orientiert anzulegen und seine Werte zu sichern. Doch wie wird sich der Wert eines Gebäudes in 10, 20, 30 oder gar 50 bis 80 Jahren entwickeln und nach welchen Kriterien wird bewertet?

Es ist kein Hellseher oder keine Wahrsagerin notwendig, um fest- zuhalten, dass Gebäude, die heute gerade noch dem Standard entsprechen, morgen bereits nicht mehr "dem Stand der Technik" entsprechen werden.

Lebensdauer und Gesamtnutzungsdauer

"Je besser ein Gebäude, ein Bauteil bzw. eine Anlage sich an wechselnde Anforderungen anpassen lässt, desto positiver wirkt sich dies auf die wirtschaftliche Lebensdauer aus. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer ist in der Regel kürzer als die technische Lebensdauer." [1]

Dieses Zitat beschreibt die derzeitige Situation. Nach der Sachwertrichtlinie wird für Ein- und Zweifamilienhäuser je nach Qualitätsstandard eine Gesamtnutzungsdauer der Gebäude von 60 bis 80 Jahren, unabhängig von den Baustoffen [4] [5].

Die Nutzungsdauer eines Gebäudes ist unabhängig vom Baustoff, sie ist aber sehr abhängig von der Flexibilität der Konstruktion sowie der Qualität in der Bauausführung!

Wirtschaftlichkeit

Der Holzbau ist Vorreiter beim energie- und ressourceneffizienten Bauen. Die optimierte Gestaltung der Wandaufbauten und die guten techno- logischen Eigenschaften des Baustoffes Holz ermöglichen im Verhältnis sehr schlanke Wandstärken. Bei gleichen wärmedämm- technischen Eigenschaften sowie gleichen Außenmaßen eines Gebäudes ergibt sich bei einem Holzbau je nach Größe ein Wohnflächengewinn zwischen 5 und 10 %.

Ein Beispiel:

Ein Einfamilienhaus mit einer Abmessung von 9 m * 12 m hat als Holzbau eine Wandstärke von 25 cm und damit eine nutzbare Fläche von rund 98 m² pro Geschoß. Es ergibt sich gegenüber einem vergleichbaren massiven Wandaufbau von 39 cm ein Plus von 5,5 m² pro Geschoß.

Das zweigeschossiges Holzhaus hat demnach 11 m² mehr Fläche zur Verfügung, was bei Baukosten von 1.500 ? /m² [6] einem Wert von 16.500 ? entspricht.

Der Holzbau ist flächeneffizient, weil er bei gleicher Wohnfläche kleinere Baukörper zulässt oder mehr Wohnfläche bei gleichen Außenmaßen bietet.

Vor allem in den ersten Jahren der Nutzung ist ein Holzbau weniger anfällig für Feuchte- bzw. Lüftungsschäden (z. B. Schimmelbildung), weil es sich um eine trockene Bauweise handelt. Dadurch spart man Trocknungs- bzw. Heizungskosten. Außerdem kann man das Haus schneller beziehen, weil die Bauzeit durch eine Vorfertigung in hoher Qualität kürzer ist. Das spart zusätzlich bei der Baufinanzierung. Später lassen sich die Grundrisse der Gebäude leicht an sich verändernde technische Ausrüstung und Neuerungen, wie beispielsweise bei Kommunikationstechnologie und Installationen, anpassen. Die Trennung der Funktionsschichten (Dämmung-Konstruktion-Installation) in den Wandaufbauten eines Holzhauses, macht eine  spätere Modernisierung sehr einfach.


Zusätzlich profitieren auch die Kinder und Enkel, denn die verbauten Hölzer und Holzwerkstoffe sind heute schon wertvolle Energiespeicher bzw. leicht wiederverwertbare Roh- und Baustoffe der Zukunft. Das Holzhaus ist  zukunftsfähig, weil es im Sinne des "Urban Mining" einen Baustoff - zumindest aber einen Energiespeicher - darstellt.